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Grüne Flussjungfer
Männchen
 Das Männchen, das sich hier auf einem halb vertrockneten Blatt des Rohrkolbens niedergelassen hat, zeigt uns deutlich die Unterscheidungsmerkmale zu anderen Tieren der Unterordnung Großlibellen (Anisoptera). Da sich die Komplexaugen nicht berühren (noch besser zu sehen auf dem nächsten Bild), ist es zweifelslos ein Mitglied der Familie Flussjungfern (Gomphidae). Innerhalb dieser Familie gibt es in Europa keine zweite Art, die solch grüne Komplexaugen und einen solch grünen Thorax hat, die stark zu dem gelbschwarzen Hinterleib kontrastieren.
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Männchen
 Auch von oben betrachtet wird die vorherrschende grün und gelbe Zeichnung der Tiere deutlich. Während Kopf, Thorax und die ersten beiden Hinterleibsegmente einen hellen, warmen Grünton besitzen, weisen die Hinterleibsegmente drei bis 10 einen gelben Grundton auf, der von der schwarzen Zeichnung überlagert wird.
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Männchen in typischer Sitzhaltung
 Dieses Männchen präsentiert uns die typische Sitzhaltung. Es hat sich auf einem Felsblock unmittelbar am Ufer niedergelassen, der eine Erosion des Ufers verhindern soll (das fließende Wasser ist in der rechten oberen Bildecke als schwarzes Dreieck zu erkennen), und blickt auf das Wasser. Von seinem Sitzplatz hat das Männchen einen weiten Rundumblick auf das Geschehen seines Bachabschnitts. Er sieht sofort Rivalen, die in sein Revier eindringen und die er dann in einem Luftkampf wieder vertreibt. Von hier aus sieht er aber auch sehr gut die Weibchen, die an den Bach kommen. Diese fängt er, um sich mit ihnen anschließend zu paaren.
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Kopf und Thorax eines Männchens

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Schlupf
 Dieses schlüpfende Weibchen zeigt, dass die Larven bei der Wahl der Schlupfsubstrates nicht wählerisch sind. Etwa drei Viertel der an diesem Bach schlüpfenden Tiere und Exuvien fand ich an steilen Ufern von Prallhängen. Diese Larve kletterte an einer im Wasser stehenden Pflanze empor und verankerte ihre Beine an einem Blatt. Interessant ist, dass sich die Larve mit dem Bauch nach oben festgeklammert hat. Bemerkenswert ist weiterhin, dass das halb geschlüpfte Tier quasi "verkehrt herum" an der Larvenhaut hängt ( Kopf der Libellen zeigt zum Hinterleibsende der Larvenhaut) und in dieser Position den Schlupf beendet hat.
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Exuvie
 Diese Exuvie fand ich, neben weiteren der gleichen Art und der Gemeinen Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) an den schrägen Wänden unter einer Brücke. Hier hätten sie sicherlich noch viele Wochen hängen können, während sie an freier Luft durch Regen und Wind relativ schnell zerstört werden.
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