Gebänderte Heidelibelle
Sympetrum pedemontanum (Müller in Allioni, 1766)
Die Gebänderte Heidelibelle ist eine der auffälligsten Heidelibellen - und eine der seltensten. Die charakteristischen braunen Bänder auf den Flügeln machen sie unverwechselbar. In Deutschland ist sie auf wenige Gebiete beschränkt und ihr Fund ist immer ein besonderes Erlebnis.
Kurzsteckbrief
| Größe | 28-35 mm Körperlänge |
|---|---|
| Flügelspannweite | 45-55 mm |
| Flugzeit | Juli bis Oktober |
| Unterordnung | Großlibellen (Anisoptera) |
| Familie | Segellibellen (Libellulidae) |
| Gefährdung | Stark gefährdet (RL 2) |
Erkennungsmerkmale
Das unverwechselbare Merkmal
Die Flügel zeigen breite, dunkelbraune Bänder etwa in der Mitte. Diese Bänder sind bei keiner anderen heimischen Libelle so ausgeprägt und machen die Bestimmung eindeutig.
Männchen
Der Körper ist rötlich gefärbt, ähnlich anderen Heidelibellen. Die Flügelbänder sind dunkelbraun und deutlich abgegrenzt. Die Beine sind schwarz.
Weibchen
Gelblich-braun gefärbt, ebenfalls mit den charakteristischen Flügelbändern. Diese sind genauso ausgeprägt wie bei den Männchen.
Lebensraum
Die Gebänderte Heidelibelle besiedelt flache, vegetationsreiche Stillgewässer mit Sickerwasser: Quellsümpfe, quellige Grabenabschnitte, Rieselwiesen. Sie braucht Gewässer mit Grundwasserzufluss und niedrigem Bewuchs.
Verbreitung
In Deutschland sehr selten, mit isolierten Vorkommen vor allem in Süddeutschland. Die Art ist durch Lebensraumverlust stark zurückgegangen.
Gefährdung
Die Entwässerung von Feuchtgebieten und die Regulierung von Quellbereichen haben die Lebensräume dieser Art stark dezimiert. Schutz der verbliebenen Quellsümpfe ist dringend notwendig.
Beobachtungstipps
Die Art ist sehr selten. Wenn Sie ein Vorkommen kennen, besuchen Sie es im August oder September. Die Flügelbänder sind aus jeder Entfernung erkennbar und machen eine Verwechslung unmöglich.
Ähnliche Arten
Keine andere heimische Heidelibelle hat solche Flügelbänder. Die Gefleckte Heidelibelle hat zwar auch gefärbte Flügel, aber orangefarbene Basen statt Bänder.
